Andreas Pullmann
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Andreas Pullmann
 

Andreas Pullmann
ist 1970 in Wien geboren.

 

1990 bis 1996 hat er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Klasse Edelbert Köb, studiert.

Kurz nach Abschluss des Studiums hat er sich vorwiegend mit den Werkstoffen Holz, Ton sowie Kunststoffen beschäftigt. In dieser Zeit entstanden Möbel, Interieur und Gebrauchsgegenstände.
Im Vordergrund seiner Arbeiten stand das Spannungsfeld zwischen den Materialien und der Form, in welche diese Gegenstände „gezwungen“ werden sollten. Regale aus Bugholz, Lampen aus Baumstämmen, filigrane ungebrannte Tonskulpturen. Nicht „form follows function“, sondern „function follows material“ lautete der stark ästhetische Anspruch an Gegenstände des täglichen Lebens.
Gegenstände sollen in erster Linie schön sein, wenn sie den Menschen in Form von Kunst umgeben, erst dann kommt ein eventueller technischer oder praktischer Anspruch.
Materialien in spielerischer Art zu verformen, „schön zu formen“ und ihnen dann Funktion zu geben ist ein neuer Weg, der sämtliche Arbeiten des Künstlers prägt.

In jüngster Zeit hat sich Pullmann der Malerei zugewandt, jedoch die Materialschiene nicht ganz verlassen. Modelliermassen und Acryl auf flachem Medium (Leinen, Holz, Papier) stellten bei der letzten Ausstellung „Naturdimensionen“, eine Art Übergang von der Zweidimensionalität zur Dreidimensionalität und umgekehrt dar. Kann etwas aus dem Bildformat entspringen, etwas ausbrechen?


Bei der gegenwärtigen Ausstellung „ movemiento“ sehen wir nur mehr bei den Skulpturen diesen Materialbezug.
Es stehen der bewegte menschliche Körper, sowie die Bewegung in der Natur im Zentrum der Arbeiten.
Auf der einen Seite archaisch wirkende Szenen von Menschen in Bewegungen, hauptsächlich in Tanzsituationen. Motive die zum Teil bewusst an die Antike angelehnt wurden. Andererseits Körper die aus natürlichen Bewegungen geschaffen wurden.
Skulpturen, die wirken wie vom Meer ausgespülte Steine, schlichte Wellenbewegungen, die sich kontrastreich vom Hintergrund abheben.