1990 bis 1996 hat er an der Akademie der Bildenden
Künste in Wien, Klasse Edelbert Köb, studiert.
Kurz nach Abschluss des Studiums hat er sich vorwiegend
mit den Werkstoffen Holz, Ton sowie Kunststoffen beschäftigt. In dieser
Zeit entstanden Möbel, Interieur und Gebrauchsgegenstände.
Im Vordergrund seiner Arbeiten stand das Spannungsfeld zwischen
den Materialien und der Form, in welche diese Gegenstände „gezwungen“ werden
sollten. Regale aus Bugholz, Lampen aus Baumstämmen, filigrane
ungebrannte Tonskulpturen. Nicht „form follows function“,
sondern „function follows material“ lautete der stark ästhetische
Anspruch an Gegenstände des täglichen Lebens.
Gegenstände
sollen in erster Linie schön sein, wenn sie
den Menschen in Form von Kunst umgeben, erst dann kommt ein eventueller
technischer oder praktischer Anspruch.
Materialien in spielerischer Art zu verformen, „schön
zu formen“ und ihnen dann Funktion zu geben ist ein neuer
Weg, der sämtliche Arbeiten des Künstlers prägt.
In jüngster Zeit hat sich Pullmann der Malerei
zugewandt, jedoch die Materialschiene nicht ganz verlassen. Modelliermassen
und Acryl auf flachem Medium (Leinen, Holz, Papier) stellten bei
der letzten Ausstellung ,
eine Art Übergang
von der Zweidimensionalität zur Dreidimensionalität und
umgekehrt dar. Kann etwas aus dem Bildformat entspringen, etwas
ausbrechen?
Bei der gegenwärtigen Ausstellung sehen
wir nur mehr bei den Skulpturen diesen Materialbezug.
Es stehen der bewegte menschliche Körper, sowie die Bewegung
in der Natur im Zentrum der Arbeiten.
Auf der einen Seite archaisch wirkende Szenen von Menschen in Bewegungen,
hauptsächlich in Tanzsituationen. Motive die zum Teil bewusst
an die Antike angelehnt wurden. Andererseits Körper die aus
natürlichen Bewegungen geschaffen wurden.
Skulpturen, die wirken wie vom Meer ausgespülte Steine, schlichte
Wellenbewegungen, die sich kontrastreich vom Hintergrund abheben.
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